Werner Wintersteiner, Professor an der Uni Klagenfurt und Gründer des Zentrums für Friedensforschung und Friedenspädagogik erzählte uns im Rahmen der NGO Committee of Peace in der UNO am 17. März über seine beeindruckende Arbeit und Visionen.
Ohne „peace education“ könne es keinen Frieden geben, so Wintersteiner. Was er unter peace education versteht? Es geht nicht darum den Leuten zu belehren wie sie friedlich werden können sondern wie sie eine Kultur des Krieges in eine Kultur des Friedens verwandeln können.
Gewalt soll keine Antwort mehr sein, sondern man sollte lernen andere Wege einzuschlagen: dafür wäre es von größter Bedeutung den Menschen, am besten wenn sie noch jung sind, eine Einsicht unter anderen in den Themen Menschenrechte, Umwelt, Interkulturalität, Gender, Konflikt-Transformation usw. zu geben. Zudem nimmt er Stellung zu unserem gegenwärtigen Bildungssystem: ein auf Konkurrenz und Noten gestütztes „gewaltsames“ System, das alles andere als Friedens-fördernd ist.
Ein weiterer interessanter Aspekt seiner Präsentation war die Entwicklung des Verständnisses von Frieden seit dem Ende des II Weltkrieges. Bis in den 60ern war Friede Sache der Politik, die Bürger hatten sich der Politik anzuschließen, wenn sie dem Friedensprozess beisteuern wollten. Nach dem sozialen Umschwung in den 68ern wurde Friede der Harmonie gleichgesetzt, welche die Konflikte eigentlich nur verschleierte.
Heute wird meistens Friede mit der Abwesenheit von Konflikten gleichgesetzt, eine viel zu „simple“ Vorstellung. Wie vorhin schon erwähnt müsste eine Kultur entstehen, welche alle Menschen teilen, ein Bemühen, um das Wohlergehen des anderen. Dies wäre also ein aktiver Prozess des Mit-teilens, Mit-arbeitens, Mit-erlebens.
Ich schließe mich der Meinung von Professor Wintersteiner an, dass „peace education“ ein wichtiger Bestandteil unseres Bildungssystems sein sollte. Am besten noch bei den ganz kleinen Kindern anfangen, welche noch einiger maßen frei von Vorurteilen sind und somit Kindern aus unterschiedlichen Kulturen ohne zu große Angst begegnen können.
Wer sich mehr für dieses Thema interessiert kann sich folgende Webseite anschauen: www.uni-klu.ac.at/frieden.
Weiters lade ich jeden ein seine Vorstellungen von Frieden und Bildung mitzuteilen! Dieser Vortrag hat mir auf jeden Fall eines gelehrt: es gibt unheimlich viele Möglichkeit uns dem Frieden zu nähern!

Hey SFP-Team,
Find ich cool dass ihr jetzt auch einen Blog habt, hat mich sowieso schon immer interessiert, was ihr so treibt.
Schön wär’s wenn die vielen Rechtschreib- und Grammatikfehler noch verschwinden, ich finde das immer sehr störend in einem Artikel.
Ansonsten toi toi toi und weiter so!
lg Robin
Von: robin am 23. März 2010
um 23:50
möchtest du als korrekturleser mithelfen?
Von: bogman am 3. April 2010
um 16:10