Ende März hatten wir unseren ersten Workshop in einem Wiener Gymnasium im 7. Bezirk. Dies war unser 6. Workshop in Österreich. Besonders aufgeregt, mit dem Koffer in der Hand, sind wir in den Klassenraum gegangen und waren bereit den 16 SchülerInnen der 8. Klasse den Nahostkoffer näher zu bringen.
Der Nahostkoffer ist nach unserer Reise nach Israel und Palästina entstanden und besteht aus 5 Stationen, die sich mit dem Alltag, den Gefühlen, den Vorurteilen und den Zukunftsvorstellungen der Menschen auseinandersetzten sowie die Stadt Jerusalem vorstellt. Die SchülerInnen bekommen Fragen zu jeder Station und können selbstständig mit den Materialien arbeiten.
Beim Workshop sind die SchülerInnen in Gruppen von einer Station zur anderen gegangen und fanden sich sehr gut zurecht. Als jede Gruppe fertig war haben wir uns in eine Runde gesetzt und es hat sich eine spannende Diskussion entwickelt. Jede(r) konnte seine/ihre Eindrücke über den Konflikt mit den anderen teilen- wir konnten aber auch einen größeren Zusammenhang mit unserem Leben stellen und über Konflikte in Österreich sprechen, sowie über unsere Vorstellungen was Frieden ist bzw. sein könnte.
Besonders gefreut haben wir uns über die große Selbstständigkeit der SchülerInnen beim Bearbeiten der Materialien. Mit dem Nahostkoffer wollen wir auch den SchülerInnen eine andere Form des Unterrichts näher bringen, wo sie im Mittelpunkt stehen. Der Frontalunterricht gibt ihnen keine Möglichkeit- meist aus Zeitgründen- selber aus dem Gelernten, Schlüsse zu ziehen. Es wird für die Prüfung gelernt und später ist alles wieder vergessen. Wir hoffen bei den SchülerInnen einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, in dem sie sich direkt mit dem Thema befassen und mit ihren SchulkollegInnen darüber diskutieren.
Was denkst du überhaupt über unser Bildungssystem? Bist du mit dem Unterricht heute zufrieden?





